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Eine Brücke für die Lücke

„Eine Brücke? – Nein, ich möchte doch keine herausnehmbare Versorgung!“ Irrtümer wie diese sind keine Seltenheit, wenn man nach den Erfahrungen von Dr. med. dent. Lars Steinebrunner fragt. In Gesprächen mit Patienten und Patientinnen muss der Master of Science in Zahnmedizinischer Prothetik regelmäßig mit Unklarheiten hinsichtlich konventioneller Zahnbrücken aufräumen. Grund genug für uns, sich dem Thema einmal näher zu widmen.

Weshalb Zahnlücken schließen?

Das Schließen eine Zahnlücke im Frontzahn- oder sichtbaren Seitenzahnbereich ist meist schon aus ästhetischen Gründen sinnvoll und von Patienten und Patientinnen gewünscht. Neben der Ästhetik, spielt aber auch der Erhalt der Kaufunktion eine entscheidende Rolle. Außerdem sollte vermieden werden, das angrenzende Zähne sich in die Lücke hineinbewegen und somit schief werden.

Welche Therapien gibt es, Zahnlücken zu schließen?

Je nachdem welche individuelle Mundsituation vorliegt kommen verschiedene Optionen zum Einsatz: die konventionelle Brücke, die Klebebrücke, das Implantat, der kieferorthopädische Lückenschluss und die Teilprothese.

Was ist eine Brücke?

Üblicherweise schließt eine konventionelle Brücke die Lücke zwischen zwei Zähnen, die überkront und dann als Brückenpfeiler genutzt werden. Die Pfeilerzähne müssen gesund und kariesfrei sein, um stabile Fixierpunkte zu bieten.

Eine Zahnbrücke sitzt fest zementiert auf mindestens zwei Nachbarzähnen, die vorher dafür präpariert werden müssen. Dazu werden sie vor der Versorgung mit der Zahnbrücke beschliffen und dann jeweils mit einer Krone versehen, die durch den zu ersetzenden Zahn als Brückenglied miteinander verbunden sind. Anschließend wird die Brücke mit einem speziellen Zement fest auf den sogenannten Brückenpfeilerzähnen angebracht. Es handelt sich hierbei somit im Gegensatz zu Voll-oder Teilprothesen um einen festsitzenden Zahnersatz.

 

Woraus besteht eine Brücke: Metall versus Keramik?

Brücken werden – wie Kronen – aus Metallen und/oder Keramiken hergestellt.

Im nicht sichtbaren Bereich können Vollgussbrücken aus Gold- oder Nichtedelmetalllegierungen zum Einsatz kommen. Diese sind zwar kostengünstiger, haben aber einige Nachteile: metallische Optik, Temperaturempfindlichkeit, bei Kontakt mit anderen Metallen kann es zu Korrosion/Geschmacksstörungen kommen.

Alternativ dazu bieten sich metallkeramische Brücken an, die auch für den sichtbaren Bereich geeignet sind. Hier wird auf ein Metallgerüst als Unterbau eine zahnfarbene keramische Verblendung aufgebracht. Die Verblendung kann nur die vordere Fläche der Brücke (teilverblendet) oder die ganze Brücke (vollverblendet) umfassen. Keramische Verblendungen sind denen aus Kunststoff überlegen (u. a. abriebfester, farbstabiler). Metallkeramische Brücken können mit speziellen Herstellungsverfahren (individuelle Keramikschichtung) eine hervorragende Ästhetik erreichen. Für Allergiker sind manche Legierungen edelmetallischer Brücken-Anfertigungen nicht empfehlenswert, da sie allergische Reaktionen hervorrufen können.

Eine perfekte Ästhetik wird mit Vollkeramikbrücken erzielt, die heute zunehmend als metallfreie Alternative zur Metallkeramik eingesetzt werden.

Diese Art des Zahnersatzes hat eine Menge ästhetischer und medizinischer Vorteile: Eine Vollkeramikbrücke ist nämlich einerseits kaum von einem natürlichen Zahn zu unterscheiden und dadurch auch sehr gut für den Ersatz von Frontzähnen geeignet; darüber hinaus ist sie wenig temperaturempfindlich, weist durch den Mangel an elektrischer Leitfähigkeit keine Wechselwirkungen mit anderen Werkstoffen auf und birgt kein Risiko für Allergiker.

Dank der Hochleistungskeramik Zirkonoxid, die sehr bruchstabil und belastbar ist und außerdem einem hohen Kaudruck standhält, sind Vollkeramikbrücken heutzutage lange haltbar und wenig bruchgefährdet. Auch darum eignen sich die mithilfe des CAD/CAM-Verfahrens hergestellten Brücken bestens für den Zahnersatz von Seitenzähnen, auf welche der größte Kaudruck einwirkt.

Herstellungsschritte einer Brücke

Für die Herstellung wird ein präziser Abdruck oder Scan mittels Interoralscanner (link) in Praxis Steinebrunner und Kollegen genommen und daraufhin die Arbeit an sein zahntechnisches Labor übermittelt.

Die nachfolgenden Arbeitsschritte bestehen in der Anfertigung des Zahnersatzes durch moderne Technik und das handwerkliche Können des Zahntechnikers. Farbe, Form und Größe der Brücke werden zusammen mit den Patienten und Patientinnen ausgewählt. Die auf der Basis des Abdrucks/Scans hergestellte Brücke wird vom Zahnarzt im nächsten Schritt am Patienten und Patientinnen probiert und, wenn nötig, korrigiert.

Sobald Patient und Patientinnen sowie der Zahnarzt im Hinblick auf Farbe, Form und Größe der individualisierten Zahnbrücke zufrieden sind, kann diese fest im Mund eingesetzt werden.

Pro und Contra gegenüber alternativen Behandlungsmethoden (u.a. Implantate)

Die Vorteile
– sitzen fest im Gebiss
– werden in einer Routinebehandlung eingesetzt
– erfordern geringeren Aufwand gegenüber Implantaten
– werden von den gesetzlichen Krankenkassen im Verhältnis zu den Gesamtkosten höher bezuschusst
– sind funktionell und ästhetisch Langzeit-bewährt

Die Nachteile
– erfordern das Abtragen gesunder Zahnsubstanz der Nachbarzähne (Risiko: Absterben/Wurzelbehandlung)
– können die tragenden Nachbarzähne überlasten (Risiko: frühzeitiger Zahnverlust)
– Karies am Kronenrand der Nachbarzähne kann entstehen
– verhindern Knochenabbau im ersetzten Bereich nicht
– können bei Bedarf nicht erweitert werden

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